Andreas Maier: Der Ort
★★★☆☆
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| Cover: Suhrkamp |
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| Cover: Suhrkamp |
Kathi lebt ja seit einiger Zeit in Israel, und vor ziemlich genau zwei Jahren hatten wir sie dort besucht – ich hab damals ausführlich davon berichtet. Ich weiß nicht, ob sich noch alle daran erinnern können: 2019, das war noch vor Corona!
Israel und Corona, das ist ein Wortpaar, das derzeit sehr oft zitiert wird. Denn durch die sehr frühe und sehr rasch durchgezogene Impfkampagne wurde es dort auch sehr früh möglich, wieder in ein halbwegs normales ziviles Leben zurückzukehren. Theater, Kino, Restaurants etc. sind wieder geöffnet, sogar große Hochzeiten sind wieder möglich. Allerdings muss jeder nachweisen können, dass er oder sie tatsächlich geimpft ist.
Realisiert wurde dieser Nachweis durch einen ebenfalls oft zitierten "Grünen Pass". Eine zentrale Impfstelle verschickt an die Geimpften einen QR-Code, der auf Papier oder Handy hergezeigt wird. Wenn mit diesem Code alles in Ordnung ist, bekommt man sozusagen grünes Licht zur Teilnahme.
Wie allerdings dieser israelische Grüne Pass funktioniert, war bis jetzt – zumindest für mich – einigermaßen unklar. Ebenso unklar wie die Lösung für den Grünen Pass, wie sie bei uns im Gespräch ist. Vor kurzem hat mir Kathi ihren persönlichen QR-Code geschickt, und seitdem beginnen sich die Nebel für mich etwas zu lichten.
Ich beschreibe also im Folgenden, wie die Lösung wahrscheinlich in Israel funktioniert. Natürlich nicht zu 100% sicher, aber sehr, sehr wahrscheinlich.
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| Quelle: pixabay |
Die parallelen Bestrebungen des Bundesministeriums für Gesundheit für einen bundesweiten elektronischen Impfausweis stehen ebenfalls technisch und organisatorisch im Einklang mit der Infrastruktur und den Abläufen beim BärCODE und können für dessen spätere Einführung weitergenutzt werden.
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| Cover: Hanser |
Eine Biografie über Gustav Mahler – wieder einmal, könnte man sagen. Dass es in der Version von Robert Seethaler nicht sehr tiefschürfend würde, ist allein schon vom Umfang des Buches erwartbar; auf knapp über 100 Seiten kann es nicht mehr werden.
Dennoch hab ich hier vier Sterne vergeben. Wie das?
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| kein Cover verfügbar |
Vor zwei Monaten kündigte WhatsApp (WA) an, seine Datenschutzbestimmungen dahingehend zu ändern, dass in Zukunft nicht nur die Kontakte eines Anwenders, sondern auch die Metadaten jeder einzelnen Nachricht an Facebook (FB) übermittelt werden.
In Relation zur Zahl der Anwender von WA setzte eine vergleichsweise winzige Absetzbewegung ein: Weg von WA hin zu Signal. Auch bei mir trudelten zahlreiche Einladungen ein, doch bitte zu Signal zu wechseln.
Ich war dem nicht abgeneigt und hab mich eingehender mit Signal bzw. dem Vergleich von WA und Signal gewidmet – ich hab damals ausführlich darüber berichtet.
Jetzt, zwei Monate später, macht sich allerdings Ernüchterung breit, und der Schwung zu wechseln, ist verpufft. Von den vielen, die damals wechseln wollten, ist kaum jemand bei Signal geblieben. Dafür gibt es mehrere Gründe.
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| Cover: Luchterhand |
Jan Kraus lebt in Berlin und ist Altenpfleger. Seine Schützlinge betrachtet er als "Matrosen, die von ihrer letzten Überfahrt nicht mehr zurückkehren".
Sein nächster Matrose ist Welzel Winterberg, und dem geht es wirklich nicht gut. Er ist 99 Jahre alt und döst nach mehreren schweren Schlaganfällen in seinem Bett vor sich hin. Jan Kraus macht das, was er in solchen Fällen immer macht: Er liest seinem Matrosen aus seinem uralten Duden vor und wartet auf Reaktionen. Im Fall von Winterberg äußerst erfolgreich! So erfolgreich, dass der alte Herr komplett wiederhergestellt und voller Tatendrang ist!
Er hat noch eine wichtige Aufgabe zu erledigen. 1938 musste er sich zwangsweise von seiner großen Liebe Lenka Morgenstern trennen. Auf dem Bahnhof der tschechischen Stadt Reichenberg (Liberec) sah er sie zum letzten Mal. Sie machte sich auf die Reise nach Palästina, er wurde kurz darauf in die Wehrmacht eingezogen.
Lenka schickte von jeder größeren Station eine Ansichtskarte an ihren Wenzel in Reichenberg; aus Sarajewo kam die letzte, danach folgte keine mehr. Winterberg ist überzeugt davon, dass Lenka in Sarajewo ermordert wurde. Und er muss den Mörder finden, fast 80 Jahre danach.
Und so machen sich der alte Mann und sein Pfleger auf die Reise quer durch Mittel- und Südeuropa. Per Bahn, wohlgemerkt, denn erstens fährt Herr Winterberg nur sehr ungern mit dem Auto und außerdem ist er in Sachen Eisenbahn ein absoluter Experte!
Begleiten wir also die beiden auf einer irren, melancholischen, witzigen, detailreichen, historiengetränkten, nervenaufreibenden, architekturreichen, politischen Fahrt mit der Bahn!