Mittwoch, 23. September 2026

Wolf Haas: Eigentum ★★★★☆

 Wolf Haas: Eigentum  ★★★★☆


Kein Cover verfügbar


Die Mutter von Wolf Haas hat es nie geschafft, Eigentum zu erwerben. Trotz nix als Arbeit Arbeit Arbeit und sparen sparen sparen ist es sich nicht ausgegangen. Schuld war immer die Inflation, sodass ihre Ansparungen den geforderten Kaufpreisen immer hinterher hinkten.


Wolf Haas hat seiner Mutter eine sehr liebevolle und (be-)rührende Biografie geschrieben.

Montag, 14. September 2026

Ian McEwan: Was wir wissen können ★★★★★

Ian McEwan: Was wir wissen können   ★★★★★


Cover nicht verfügbar

Ich hab vorhin noch einmal nachgezählt. Inzwischen hab ich 16 Bücher von Ian McEwan gelesen, 11 davon waren (0 bis 5 Sterne nach meinen Kriterien) 4- bzw. 5-Sterner. Anders formuliert: Er kann's wirklich!

Dieser Roman reiht sich nahtlos unter die anderen 5-Sterner wie "Abbitte", "Maschinen wie ich" oder "Liebeswahn" ein.

Zum Inhalt werde ich diesmal nicht sehr viel schreiben; man könnte da leicht zu verräterisch werden!

Kurz:
Im Oktober 2014 findet in England ein legendäres Abendessen statt, zu dem 8 Freunde eingeladen sind. Francis Blundy, ein gefeierter Lyriker, widmet seiner Frau Vivien einen liebevollen Sonettenkranz und trägt dieses Langgedicht während dieses Abendessens vor. Francis hat sich selbst übertroffen. Dieses Gedicht ist sein bestes Werk, da sind sich alle Anwesenden sicher. Ein Meisterwerk eben.

Das Gedicht wurde allerdings nie veröffentlicht, aber einige Zeit später hat eine Journalistin, die bei diesem Abendessen dabei war, einen begeisterten Artikel in einer Zeitung untergebracht. Dieser Artikel und ein paar Tagebucheintragungen sind das einzige, das an dieses Gedicht erinnert. Der Sonettenkranz selbst und vor allem auch sein Inhalt gelten als verschollen.

Mehr als 100 Jahre später startet der Literaturwissenschaftler Tom noch einmal einen Versuch, dieses Gedicht aufzuspüren.


Freitag, 4. September 2026

Jorge Barón Biza: Die Wüste und ihr Samen ★★★★☆

 Jorge Barón Biza: Die Wüste und ihr Samen  ★★★★☆

 

Cover: Suhrkamp

Das war wahrscheinlich die irrste und abgefahrenste Geschichte, die ich je gelesen hab.

Dabei ist der Roman von Jorge Barón Biza (Artikel ev. auf deutsch übersetzen lassen, Anm.) keineswegs ein Groschenroman, sondern literarisch auf hohem Niveau.

Kein Wunder, denn der Autor war jahrzehntelang Übersetzer, Lektor, Korrektor, ... Kurz: Er hat sich immer im Literaturbetrieb bewegt, ohne selbst in den Vordergrund zu treten.

Er hat einen einzigen Roman selbst geschrieben – eben diesen hier.

Aber was für einen!