Dienstag, 21. Februar 2017

Helsinki / St. Petersburg / Tallinn 2010 - Teil 2

Teil 2 ist ausschließlich St. Petersburg gewidmet. Diese relativ junge Stadt (1703 ist offizieller Start) wurde buchstäblich in den Sumpf gebaut, davor gab es dort nur ein paar Fischer und Frösche. Der Untergrund ist so weich, dass praktisch alle Gebäude auf Pfahlgründung stehen; damals halt noch nicht aus Stahlbeton sondern aus Holz. Ganze Wälder wurden da in  den Boden gerammt.

Eingang zum Winterpalast, der heute die Eremitage beherbergt

St. Petersburg hat aber noch ein paar Besonderheiten mehr zu bieten, auf die ich gleich noch zu sprechen komme.

Montag, 20. Februar 2017

Helsinki / St. Petersburg / Tallinn 2010 - Teil 1

Wie vor einiger Zeit angekündigt, möchte ich unsere Reisen nachdokumentieren, die wir vor Beginn dieses Blogs unternommen haben. Ich muss zugeben, dass es mir in diesem Fall bereits etwas schwer gefallen ist, weil das Jahr 2010 doch schon einige Zeit vorbei ist. Die Fotos sind da aber eine große Hilfe und so konnte ich mir doch das Meiste wieder in Erinnerung rufen.

Apropos Fotos: es gibt eine ganze Menge davon - zu viele für diesen Post. Ich hab daher wie schon bei der Kuba-Reise das ganze Album freigegeben, das wesentlich mehr Bilder enthält als der Blog. Auch diesmal wieder der Hinweis auf die Gebrauchsanweisung des Bildbetrachters und dessen Möglichkeiten.

Zurück zur eigentlichen Reise. Terminlich waren wir auf den Sommer eingeschränkt. Aber wohin soll die Reise denn gehen? In den Süden? Im Hochsommer? Nein, lasst uns doch in den Norden fahren, da ist es auch in den Sommermonaten angenehm kühl, es gibt dort oben die Weißen Nächte, und nach St. Petersburg wollten wir ohnehin schon lange. Es kam dann allerdings ganz anders: Russland erlebte den heißesten Sommer seit Jahren, es war wochenlang so heiß, dass in Westrussland die großen Torffelder zu brennen anfingen! Bis auf einen Regentag in St. Petersburg, an den ich mich erinnern kann, hatte es ansonsten immer 30 Grad und mehr! Von wegen Norden und so!

Die Reisegruppe: Gundi, Fritz und Jutta.
Der Autor fehlt, die Zeit der Selfies war noch nicht gekommen!


Die Karte zeigt, wo es uns auf dieser Rundreise durch den Norden Europas überall hin verschlagen hat:



Wir flogen zunächst nach Helsinki, wo wir von der österreichischen Reiseleitung in einem österreichischen (!) Bus abgeholt wurden. Mit diesem Bus und Reisebegleitung besichtigten wir erst mal Helsinki, fuhren dann über Porvoo und Lappeenranta bis zur russischen Grenze und von dort weiter nach St. Petersburg. Auch in St. Petersburg und zu den beiden Ausflugszielen nach Puschkin und Peterhof war der Bus immer unser Transportmittel. Ebenso für die Fahrt nach und in Tallinn bis zum dortigen Flughafen. Per Flugzeug ging es dann eben wieder zurück nach Wien.

Also: Bitte anschnallen, es geht los!

Mittwoch, 15. Februar 2017

Swetlana Alexijewitsch: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht ★★★★☆

Swetlana Alexijewitsch: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht ★★★★☆

Cover: suhrkamp


"Zuhören und aufschreiben, bevor es zu spät ist". So könnte das gemeinsame Motto lauten, das man über alle Bücher von Swetlana Alexijewitsch stellt. So auch hier. Was aber bei diesem Buch speziell dazu kommt ist die weibliche Perspektive: Es kommen ausschließlich Frauen zu Wort. 

Sonntag, 5. Februar 2017

"Die Komödie der Irrungen" im Burgtheater

Die Vorzeichen für die "Komödie der Irrungen" im Burgtheater waren nicht gut. Da waren einmal die etwas beunruhigenden Kritiken in Presse und Standard, die übereinstimmend von "schrill", "kreischend", "Slapstick" und "Grimassen" schrieben; zum anderen war die Vorstellung ohne Pause angesetzt. Und vor allem: mit Herbert Fritsch ist es der gleiche Regisseur wie beim "Eingebildeten Kranken"-Desaster (bezeichnenderweise wird diese Inszenierung auf der Seite seines Managers verschwiegen...)

Die Fotos und Kritiken verhießen nichts Gutes!
Quelle: Burgtheater / Reinhard Werner

Wir waren also auf das Schlimmste gefasst. Wir hatten uns fix vorgenommen, rechtzeitig zu gehen, auch wenn es keine Pause gibt.

Samstag, 28. Januar 2017

Datensicherung in der Wolke

Im Jahr 48 vor unserer Zeitrechnung ist angeblich in Alexandria die größte Bibliothek ihrer Zeit abgebrannt. Tausende Dokumente wurden unwiederbringlich zerstört. Dabei ist unerheblich, ob sie wirklich durch ein Feuer zerstört wurden, Tatsache ist jedenfalls, dass sie verloren gingen.

So wie zigtausende andere Dokumente in den Jahrhunderten danach: Brände in Kirchen, Museen, Klöstern, Burgen und Schlössern sowie Privatgebäuden haben unermessliche Schätze hinweg gerafft. Dokumente gehen aber auch durch Hochwasser, Einstürze (Kölner Stadtarchiv 2009!), Vandalismus, Diebstahl etc. verloren - bis heute.

Im Zeitalter der Computer müsste oder könnte damit aber Schluss sein. In den letzten Jahren ist so viel Speicherplatz in der globalen Datenwolke (Cloud) zu einem vernünftigen Preis verfügbar geworden, dass die Speicherung von privaten Dokumenten und vor allem Fotos in der Cloud selbst für Otto Normalverbraucher attraktiv geworden ist.

Nur zur Veranschaulichung der Größenordnungen, von denen hier die Rede ist: Google installiert (Stand Anfang 2016) ein PetaByte Speicherplatz (das sind grob gerechnet 1.000 TeraByte oder 1.000.000 GigaByte) - täglich, Tendenz steigend! Und das ist nur Google; die anderen großen Mitspieler wie amazon, Microsoft, apple, Oracle etc. werden wohl in ähnlichen Dimensionen aufstocken.


Quelle: pixabay


Speicherung in der Cloud ist gut und schön - einerseits. Andererseits muss aber klar sein, dass die Dokumente, sobald sie in der Cloud landen, auch gewissen Angriffen ausgesetzt sind. Das müssen nicht unbedingt Hacker oder die NSA sein; selbst einem Administrator bei einem der Cloud-Anbieter möchte man nicht unbedingt Einsicht in allerpersönlichste Dokumente geben. Der muss gar nicht hacken, der sitzt quasi an der Quelle, und hat theoretisch Einsicht in Dateien, die ihn gar nichts angehen.

Wirksame Abhilfe schafft hier nur starke Verschlüsselung - und zwar bevor die Dateien in die Cloud hochgeladen werden! Wenn dann der oben erwähnte Administrator doch so eine verschlüsselte Datei öffnet, sieht er nur Datenschrott!
Manche Provider bieten an, die Daten von sich aus zu verschlüsseln; dann ist das aber deren Schlüssel und nicht meiner... Das ist nur eine Scheinsicherheit und nicht sonderlich Vertrauen erweckend.

Ich habe mir vor einiger Zeit ein Verfahren eingerichtet, mit dem ich meine Dateien, die mir persönlich wichtig sind (Dokumente, Fotos, Briefe, Tabellen etc.), verschlüsselt in die Cloud kopieren kann. Die Einrichtung ist relativ einfach und großteils automatisierbar, sodass man sich um die Datensicherung nicht mehr groß kümmern muss.

Die folgende Grafik zeigt das Verfahren grob im Überblick:

Klicke auf das Bild, um es zu vergrößern
Die kleinen Fotos in den Kästchen veranschaulichen, ob eine Datei im Klartext oder verschlüsselt vorliegt.

Ich werde im Folgenden die einzelnen Komponenten näher beschreiben. Es kann dabei mitunter etwas technisch werden, ich hoffe aber, nicht allzu sehr.

Donnerstag, 5. Januar 2017

"Hexenjagd" im Burgtheater

Die erste Vorstellung im Burgtheater im neuen Jahr!

Naja, es gab da ein paar Vorzeichen zu diesem Termin, die uns irgendwie skeptisch in die Vorstellung gehen ließen.
Da war einmal die lange Dauer: Dreieinhalb Stunden brutto (eine Pause). Und da war dann noch die Kritik in der Presse, in der von Längen die Rede war, dass Zuschauer deshalb eingeschlafen wären und Ähnlichem mehr.

Wir machten uns auf das Schlimmste gefasst und hatten die Flucht in der Pause bereits eingeplant.

Seltsame Ohnmachtsanfälle? Da können nur Satan und seine Hexen dahinter stecken!
[Quelle: Burgtheater / Reinhard Werner]

Sonntag, 18. Dezember 2016

Kuba-Rundreise (2011) - Teil 3

Im letzten Teil dieses Reiseberichts kommen wir nach Cienfuegos, Topes de Collantes und Trinidad.
Cienfuegos und Trinidad sind UNESCO-Welterbestätten und liegen beide in der klassischen Zuckerregion der Insel. Rund um Topes de Collantes gibt es einen Nationalpark mit bunter und artenreicher Flora.