Dienstag, 25. Juli 2023

Festspiele Reichenau 2023

Für uns war es unsere zweite Saison in Reichenau, Gundi und Fritz waren schon in früheren Jahren dabei.

In einem Block von drei Tagen gaben wir vier uns also drei Theatervorstellungen; nämlich:

Wobei die Theatererlebnisse durchaus unterschiedlich waren. Aber alles der Reihe nach.





Montag, 24. Juli 2023

"Götterdämmerung" in der Wiener Staatsoper

Die Aufführung liegt zwar schon mehr als einen Monat zurück, aber früher bin ich einfach nicht dazu gekommen, darüber zu berichten.

Am 18. Juni also war ich wieder in der Wiener Staatsoper. 

Rheingold, wenige Tage zuvor, war ja wirklich fantastisch. Da das mit dem Kartenkauf für die Walküre leider nicht klappte, freute ich mich um so mehr, wenigstens eine für die "Götterdämmerung" zu bekommen.

Ich wurde nicht enttäuscht. Nicht nur ich, das gesamte Publikum war begeistert!


Noch ist es ruhig.
Die wortwörtliche Ruhe vor dem Sturm, der Wotan und die Seinen hinwegraffen wird.


Sonntag, 4. Juni 2023

"Ritter, Dene, Voss" im Theater in der Josefstadt

Ich muss zugeben, ich war etwas skeptisch. Ich hab ja noch die Originalbesetzung in Erinnerung, als damals wirklich Ilse Ritter, Kirsten Dene und Gert Voss in diesem Kammerspiel triumphierten.

Für mich war dieses Stück daher irgendwie auf diese drei realen Personen fixiert. Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, dass so ein Remake von "Ritter, Dene, Voss" funktionieren könnte.

Aber sehen wollte ich es dann doch. Das Original liegt ja doch schon Jahrzehnte zurück.

Und siehe da: Und wie das funktioniert hat!

Noch ist die Bühne leer.
Bis auf das zerbrochene Porzellan.
Die Porträts im Hintergrund zeigen Kirsten Dene, Ilse Ritter und Gert Voss (v.l.) 

Samstag, 3. Juni 2023

"Das Rheingold" in der Staatsoper Wien

2023 bringt die Staatsoper Wien den kompletten "Ring des Nibelungen" zwei Mal auf die Bühne. Für das "Rheingold" letzten Donnerstag konnte ich noch eine Karte ergattern.

Ich war vorsichtig und zurückhaltend und wollte mir eine Karte für die "Walküre" erst besorgen, wenn ich das Rheingold für gut befunden hätte.

Diese Vorsicht – man könnte rückwirkend auch "Feigheit" sagen – hat sich leider bitter gerächt. Denn am Abend nach dem Rheingold waren auch die allerletzten Karten für die Walküre verkauft – und zwar für beide Termine!

Schade, schade. Denn das Rheingold war wirklich gelungen!



Donnerstag, 20. April 2023

"Ein Volksfeind" im Stadttheater Baden

Am Mittwoch gastierte das Landestheater Niederösterreich mit seiner Inszenierung von Henrik Ibsens Stück "Ein Volksfeind" im Stadttheater Baden.

Unglaublich. Wie brandaktuell dieses Stück ist! Man muss nur ein paar Begriffe, die im Stück vorkommen, durch andere ersetzen, schon findet man sich in Situationen, die wir gerade erst erlebt haben!

Das Ganze verpackt in einer stark gekürzten, den Personenkreis stark reduzierenden, modernen Inszenierung, die sich auf das Wesentliche beschränkte.

Ein mitreißender Abend, der das gesamte Publikum mitnahm!

Der Arzt und die Bürgermeisterin
Landestheater St. Pölten / Franzi Kreis


Sonntag, 2. April 2023

George Orwell: Reise durch Ruinen ★★★★☆

George Orwell: Reise durch Ruinen  ★★★★☆


Cover: C.H.BECK

Ich finde, der Autor George Orwell ist bei uns viel zu wenig bekannt. "Bekannt" ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, denn seine beiden Romane "Farm der Tiere" und "1984" kennt hier praktisch jeder. Aber seine weiteren Bücher sind, meiner Meinung nach, zu wenig bekannt und daher auch zu wenig gelesen.

Da kann ich mich gleich selbst bei der Nase nehmen, denn bis Anfang des Jahres kannte ich auch nur diese vorhin genannten Klassiker.

Als ich dann "Tage in Burma" las, war ich schwer begeistert! Seine Abrechnung mit dem Britischen Empire und dem Verhalten seiner Repräsentanten in Indien und Burma (Myanmar) ist wirklich gelungen! Orwell war fünf Jahre lang als Polizist dort stationiert. Der offen ausgetragene und völlig alltägliche Rassismus der britischen Herrenrasse kommt hier derart deutlich rüber, dass es einem beim Lesen schon fast zuviel wird. Auch ihm ging dieser Rassismus zutiefst gegen den Strich, nach fünf Jahren kehrte er, davon völlig angewidert, nach England zurück.

Und vor ganz kurzer Zeit kam mir eben dieses Buch unter die Augen. Von März bis November 1945 hielt sich George Orwell in Deutschland und Österreich auf. Er berichtete von hier aus über den Zusammenbruch des Nazi-Regimes und machte sich Gedanken über die Zukunft. Diese Reportagen erschienen dann in diversen englischen Zeitungen.

In diesem Buch sind einige dieser Berichte enthalten und im Anschluss gibt es ein ausführliches Nachwort, das die Rahmenbedingungen näher erläutert.

Mich hat fasziniert, wie genau er beobachtet hat und wie präzise er das Gesehene in Worte fassen konnte. Ganz besonders aber hat mich die Hellsicht beeindruckt, mit der er die Zukunft Europas skizziert hat – und das bereits mitten im Zusammenbruch!


Mittwoch, 8. März 2023

Heinrich Böll: Irisches Tagebuch ★★★★☆ (Co-Autor: ChatGPT)

Heinrich Böll: Irisches Tagebuch  ★★★★☆


Cover: KiWi-Verlag

Im Sommer steht für uns eine Irland-Rundreise auf dem Programm. Als Vorbereitung wurde uns an einer Stelle Heinrich Bölls "Irisches Tagebuch" empfohlen. Die Familie des Autors verbrachte Mitte der 1950er-Jahre den Sommer über dort ihre Ferien.

Man kann nur hoffen – und wir gehen davon aus – dass sich in der Zwischenzeit Etliches zum Besseren gewendet hat; aber wir sind gespannt. Nach unserer Rückkehr werde ich an dieser Stelle sicher ausführlich davon berichten.

Heinrich Böll jedenfalls berichtet sehr einfühlsam und witzig über die Zustände in Irland dieser Zeit. Viele Beschreibungen sind sehr prägnant und geben eine gute Vorstellung von Land und Leuten.

Aber sehr viel mehr möchte ich diesmal nicht schreiben. Ich bin schreibfaul und lasse diesmal schreiben. Richtig geraten: Die Künstliche Intelligenz (KI, im Englischen Artificial Intelligence / AI) "ChatGPT" soll für mich arbeiten!

Das hat sie auch brav gemacht; es hat durchaus gut begonnen, ist dann aber rasch in der Qualität abgefallen. Das Ergebnis ist also eher durchwachsen.