Orhan Pamuk: Schnee ★★★★☆
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| Cover: Hanser Literaturverlage |
Die Romane des türkischen Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk haben bisher bei mir eher gemischte Eindrücke hinterlassen: "Rot ist mein Name" fand ich sehr interessant; vor allem die Erzählstruktur mit mehr als 20 Ich-Erzählern! Etwas ermüdend waren die Langatmigkeit, die mich bei anderen Autoren nicht so stört, und die ewigen Wiederholungen. "Die weiße Festung" war ebenfalls langatmig, noch dazu fand ich die Geschichte schwach; da ist also etwas viel zusammen gekommen.
Ich war daher etwas skeptisch, was seinen großen Roman "Schnee" betraf. Er war schon lange auf der Warteliste, hab aber die Lektüre eben wegen dieser Skepsis immer wieder verschoben. Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, finde ich meine Zweifel leider bestätigt. Ich würde es etwa so einstufen wie "Rot ist mein Name": Thematisch sehr interessant - aber mühsam. Ich war zeitweise sogar versucht, nur 3 statt 4 Sterne zu vergeben. Das würde diesem Roman aber denn doch nicht gerecht, denn über dem Durchschnitt ist er allemal!
Tauchen wir also ein in den Mikrokosmos von Kars, in dem die große Welt ihre Probe hält!





