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Im Kalten Krieg gab es bis 1969 den
Kongress für kulturelle Freiheit (Congress of Cultural Freedom, CCF), der in ganz Europa Zeitschriften und Autoren förderte. Die Autoren sollten bloß antikommunistisch sein und die Vorzüge des Westens wie Meinungsfreiheit, Freiheit der Kunst, Menschenrechte, Presse- und Reisefreiheit etc. den entsprechenden Verhältnissen im Ostblock gegenüberstellen. Dabei genossen die Autoren größtmögliche Freiheit, sodass das eine oder andere Werk durchaus einmal nicht in diesem Sinne ausfallen konnte.
In England etwa wurde die Zeitschrift "
Encounter" gefördert, in Deutschland "
Der Monat" und in Österreich das "
FORVM". Was diese Zeitschriften und Autoren zunächst nicht wussten, war, dass die Finanzierung über mehrere Zwischenstufen letztlich von der
CIA kam.
In diesem Setting ist der Roman "Honig" angesiedelt. Hier setzt der
britische Inlandsgeheimdienst MI5 1973 ein Projekt mit diesem Namen auf, um junge, erfolgversprechende Autoren mit der entsprechenden Gesinnung finanziell "unabhängig" zu machen. Serena Frome wird vom MI5 extra für diese Aufgabe angeworben und alles läuft wunderbar. Zunächst.