Mittwoch, 4. Mai 2016

Juan Gabriel Vásquez: Das Geräusch der Dinge beim Fallen ★★★★☆

Juan Gabriel Vásquez: Das Geräusch der Dinge beim Fallen 


Cover: Schöffling-Verlag

Mario Vargas Llosa hält den kolumbianischen Autor Juan Gabriel Vásquez für "eine der originellsten Stimmen Lateinamerikas". Er wird wohl wissen, wovon er spricht, immerhin ist er selbst Nobelpreisträger für Literatur.

Dieses Buch behandelt eine sehr dunkle Ära Kolumbiens der jüngeren Geschichte, nämlich Aufstieg und Fall des berühmten Drogenbarons Pablo Escobar, und was es heißt, zu dieser Zeit in Kolumbien gelebt zu haben. Irgendwann nahmen die Kolumbianer schon gar nicht mehr wahr, wer diesmal einem Schussattentat mitten in der Hauptstadt Bogotá zum Opfer fiel.

Sonntag, 24. April 2016

"Drei Schwestern" im Burgtheater


Die Premiere war zwar bereits vor vier Wochen, aber erst gestern Abend war in unserem Abo die Vorstellung "Drei Schwestern" von Anton Tschechow vorgesehen.

Ich muss gestehen, ich kannte bis gestern von Tschechow nur den Namen aber keine Werke von ihm. Die Inhaltsangaben im Zuge der Vorbereitungen auf das Stück rissen mich jetzt nicht wirklich vom Hocker. Dazu saß mir die fürchterliche Vorstellung von "Wassa Schelesnowa" noch in den Knochen - insgesamt also keine allzu guten Vorzeichen.

Quelle: Burgtheater / Georg Soulek

Mit dementsprechend tief gelegten Erwartungen ging ich daher in diese Vorstellung.

Donnerstag, 14. April 2016

Andalusien 2016 - Teil 1


Diese Reise wollten wir unbedingt machen, seit einigen Jahren wird der Termin frei gehalten - es hängt sehr viel Emotion daran: denn vor 30 Jahren machten wir fast die gleiche Rundreise durch Andalusien, noch dazu in fast gleicher Besetzung (Felix war 1986 noch nicht dabei). Damals machten wir die Reise auf eigene Faust per Mietwagen, diesmal in einer geführten Bustour. Damals im Hochsommer (August) durch eine ausgedörrte Steppenlandschaft, diesmal durch eine frühlingshaft grüne Weidelandschaft mit noch schneebedeckten Bergen der Sierra Nevada im Hintergrund.

Apropos damals: ich hab natürlich auch noch Fotos von damals. Allerdings waren das Dias, die ich vor etlichen Jahren einscannen ließ; gerade noch rechtzeitig, bevor die Qualität der Filme noch schlechter wurde (Verfärbungen, Staub, Kratzer,...). Dass die Bilder alt sind, sieht man ihnen aber trotzdem an - abgesehen von der Kleidung, den Frisuren, den Brillen... Wenn die Gelegenheit passt, werde ich alt und neu gegenüberstellen. Für Heiterkeit ist gesorgt, das garantiere ich!

2016: Gundi, Felix, Jutta, Fritz, Andreas vor der Alhambra in Granada

1986: Fritz, Gundi, Jutta, Andreas




Unsere Route 1986 (ganz ohne elektronische Hilfsmittel!)


Auf geht's!

Andalusien 2016 - Teil 2

Teil 2 führt uns zunächst nach Jerez, der Stadt, aus der der berühmte Sherry kommt. Nach einem Abstecher in das nahe Cádiz, einer der ältesten Städte Europas, geht die Reise weiter nach Sevilla, der Hauptstadt der Region Andalusien.

Allesamt also drei sehr sehens- und besuchenswerte Ziele!

Jerez, die Stadt aus der der Sherry kommt
[Update 19.4.2016: einige Fotos von Sevilla ergänzt]

Andalusien 2016 - Teil 3

Es geht Schlag auf Schlag, ein Höhepunkt jagt den anderen: auf Sevilla folgen sofort Córdoba und Granada, diese beiden Hochburgen von Al-Andalus, dem maurischen Reich auf spanischem Boden. Danach bewegt sich der Bus schon wieder der Küste und damit dem Ende der Reise zu!

Der Löwenbrunnen in der Alhambra

Samstag, 19. März 2016

"Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße" im Burgtheater

Heute gab es im Burgtheater Peter Handke. Der Titel des Stückes sagt eigentlich schon alles und kann bereits als Inhaltsangabe bzw. Personenregister gelten.

Foto: Burgtheater / Monika Rittershaus


Donnerstag, 10. März 2016

Shereen El Feki: Sex und die Zitadelle ★★★★☆

Shereen El Feki: Sex und die Zitadelle 


Cover: Hanser

Shereen El Feki (*1968, Mutter aus Wales, Vater aus Ägypten) ist Biochemikerin und Immunologin und war als solche jahrelang im Auftrag der UNO in Sachen AIDS-Aufklärung und -Prävention im arabischen Raum unterwegs. 1998 entdeckte sie ihre schriftstellerische Ader und war im Economist und bei Al-Dschasira als Gesundheits-Journalistin tätig.

Für dieses Buch legte sie diese ihre beiden Fähigkeiten zusammen und schrieb ihr Wissen über arabische Gesellschaften, das sie im Lauf der letzten Jahre gesammelt hatte, nieder. Aufgrund ihrer Abstammung liegt der Schwerpunkt des Buches sicher bei Ägypten, sie beschreibt aber wirklich den gesamten arabischen Raum vom Libanon über die Golfstaaten bis Marokko.

Im Vorwort schreibt sie: "Sexuelle Einstellungen und Verhaltensweisen sind eng mit Religion, Tradition, Kultur, Politik und Ökonomie verknüpft". Und: "Wenn Sie ein Volk wirklich verstehen wollen, beginnen Sie damit, dass Sie einen Blick in seine Schlafzimmer werfen".

Genau das hat sie die Jahre zuvor ja gemacht.